Kultur

 

In Lissabon vereinen sich Tradition und neue moderne Elemente, was der Stadt eine reichhaltige Kultur beschert. So ist es möglich in einem Museum Kunstwerke aus lang vergangenen Zeiten zu bewundern und danach das ehemalige Expo Gelände mit den modernen Bauwerken zu besichtigen.

 

Parque das Nações

Auf dem ehemaligen Expo-Gelände von 1998 ist heute ein neuer Stadtteil Lissabons geworden, der täglich zahlreiche Touristen und Einheimische anzieht. Das frühere Industriegelände wurde zu einem neuen, modernen Stadtteil umgebaut. Im Park der Nationen befindet sich zudem der Bahnhof Oriente und ein Busbahnhof. Wandern lässt es sich direkt am Tejo-Ufer entlang, auf einem extra dafür angelegten Pfad. Außerdem gibt es Bars und Restaurants dort und eine Halle für Konzerte, wodurch der Parque das Nações zu einem wichtigen kulturellen Zentrum der Stadt geworden ist.

 

Oceanário de Lisboa

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Parks gehört das gigantische Oceanário. Das größte Aquarium Europas mit seinen großen Becken, in denen Teufelsrochen, Pinguine, Haie und Karibikfische untergebracht sind, ist ein Besuchermagnet.

Öffnungszeiten:

April-Oktober: 10-19 Uhr

November-März: 10-18 Uhr

Der reguläre Eintritt beträgt 11€

 

Torre Vasco da Gama

Der 145 m hohe Turm ist das höchste Gebäude Lissabons und das Wahrzeichen des Parque das Nações. Ganz oben befinden sich eine Aussichtsplattform und ein Restaurant, zurzeit wird der Turm jedoch zu einem Hotel umgebaut. Eine Drahtseilbahn verbindet den Turm mit dem Oceanário.

 

Museu de Calouste Gulbenkian

Das größte Museum der Stadt bietet eine umfassende Kunstsammlung aus verschiedensten Epochen. Es fängt mit ägyptischer, griechisch-römischer, islamischer und orientalischer Kunst an und reicht mit der europäischen Kunst bis ins 20.Jahrhundert. Zu besichtigen sind nicht nur Gemälde, sondern auch Teppiche, verschiedene Schriften und Porzellan- und Glaswaren. Das Museum für Moderne Kunst, das ebenfalls zu dem Komplex gehört, erweitert zudem noch die Ausstellung. Nach dem Museums-Besuch kann man durch einen Spaziergang durch den angrenzenden Gulbenkian-Park machen.

Av. de Berna 45A
1067-001 Lisboa Codex
Tel: 21 7823000

Öffnungszeiten: Montags geschlossen, Dienstag-Sonntag jeweils 10-17:45 Uhr

 

Eléctrico 28

Die aus den 30iger Jahren stammende Straßenbahn 28 ist eine beliebte Touristenattraktion. Man durchquert die Stadt von Ost nach West. Man startet am Largo Martim Moniz und endet nach einigen steilen bergauf und bergab Fahrten am Prazeres. Während der Fahrt kommt man an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei und hat die Möglichkeit die ganze Stadt aus der Straßenbahn heraus zu entdecken.

 

 

Geschichte

 

Seit mehr als 700 Jahren ist Lissabon die Hauptstadt von Portugal. In der modernen Stadt ist die Geschichte noch heute sichtbar. Durch die ehemaligen Kolonien leben in Lissabon immer noch viele verschiedene Nationen miteinander.

 

Die Gründung der Stadt geht auf die Phönizer zurück, die schon lange vor Christi Geburt Gefallen an dem natürlichen Hafen an der iberischen Atlantikküste gefunden haben. Später wurde dieser dann auch von den Karthagern genutzt. Unter Julius Caesar hieß die Stadt dann 48 v. Chr. "Felicitas Julia" und erhielt römische Stadtrechte. Die Römer wurden dann anschließend von Germanenvölker vertrieben. Im 8. Jahrhundert übernahmen die Mauren die Herrschaft über Lissabon und bescherten der Stadt eine erste Blütezeit durch kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt.

 

Im Jahre 1147 fällt Lissabon dann unter die christliche Herrschaft. Der portugiesische König Alfonso Henriques leitet den Bau der Kathedrale ein. Im 15. Jahrhundert wird Lissabon durch portugiesische Kolonien in Südarmerika und Asien zu einem wichtigen Handelsplatz von Europa. Durch das Zeitalter der Entdeckungen gewinnt ganz Portugal an Reichtum. Der Wohlstand Lissabons wird durch den Handel mit Gewürzen und Juwelen begünstigt.

 

In den darauf folgenden Jahrhunderten musste Lissabon einige schwere Rückschläge verkraften. Erst kostete 1569 die Pestepidemie zahlreiche Menschenleben. 1755 wurde dann die Stadt von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben zerstörte große Teile der Stadt, angeblich verloren bis zu 60.000 Menschen ihr Leben bei dieser Katastrophe. Nur schwer erholte sich die Stadt von diesem Unglück, unter dem Markgrafen von Pombal wurde Lissabon wieder aufgebaut. Es entstand das Stadtviertel Baixa mit seinen rechtwickligen Straßen.

 

Von 1926 bis 1974 fiel Lissabon unter die Diktatur von Estado Novo.

Die U-Bahn von Lissabon fährt seit 1959, sieben Jahre später wurde die Golden-Gate-Bridge ähnliche Brücke über den Tajo nach Almada fertig gestellt.

 

1998 fand in Lissabon die Weltausstellung EXPO statt, was erneute Bau- und Sanierungsmaßnahmen veranlasste. So befindet sich auf dem damaligen EXPO-Gelände heute der Park der Nationen. Es entstand die 17km lange Autobahnbrücke über den Tejo und auch das Hafenareal wurde ausgebaut.